Bau und Betrieb von Biogasanlagen

Wenn organische Stoffe, wie Mais oder Gülle in anaerober Umgebung gären, entsteht Biogas. Das Gemisch setzt sich zusammen aus ein Gemisch aus Methan, Kohlendioxid und weiteren Spurengasen. Methan ist dabei als brennbare Verbindung der entscheidendste Bestandteil, da es während des Verbrennungsprozesses Energie abgibt.
Vor allem in der modernen Landwirtschaft wird zurzeit auf Biogas gesetzt. Viele Landwirte sehen in der wirtschaftlich schwierigen Situation das enorme Zukunftspotenzial der Biogasanlagen und verschaffen sich durch den Bau einer Anlage ein zweites Standbein.
Eine Biogasanlage besteht aus den folgenden Bestandteilen:
- Annahmegrube
- Feststoffeintrag
- Fermentern
- Nachgärer
- Gärrestlager
- Kraft-Wärme-Kopplungs-Einheiten (BHKW)

Was passiert in einer Biogasanlage?
In der Annahmegrube...
werden die flüssigen Inputstoffe gesammelt und vermischt. Von der Annahmegrube gelangt das Substrat
in den Fermenter.
In dem Feststoffeintrag...
Werden die festen Inputstoffe vermischt, zerkleinert und verwogen. Per Schneckensystem gelangen die
Materialien in den Fermenter.
Im Fermenter...
…entsteht das Biogas durch die andauernde Durchmischung und Zersetzung des Substrats durch
Mikroorganismen.
Im Nachgärer...
…erfolgt die Erhitzung und das Ausgären der Biomasse.
Im Gärrestlager...
... gärt das Gärsubstrat nach, übriges Biogas wird hier gesammelt und gelagert. Der Gärrest wird als
Dünger aufs Land ausgebracht.
Im Blockheizkraftwerk (BHKW)...
wird das entschwefelte Biogas weiterverarbeitet. Die Energie im Biogas wird zu 40 Prozent in elektrische
und zu etwa 40 Prozent in thermische Energie umgeformt. Die elektrische Energie wandert ins öffentliche
Energienetz. Die freigesetzte Wärme wird in der näheren Umgebung des Betriebes verwendet.

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